Der ideen.manufaktur Blog

Angst vor Facebook-Marketing? Oh mein Gott… Teil 1

Dass Social Media-Aktivitäten auf Facebook sehr zielführend sein können, um eine Firma, eine Dienstleistung oder ein Produkt nach vorne zu bringen, liegt klar auf der Hand. Auch, wenn ich selbst am Anfang unserer Social Media-Aktivitäten mehr als skeptisch war, muss ich nun einräumen, dass man – wenn alles im Vorfeld gut geplant und vor allem professionell umgesetzt ist – bemerkenswerte Ergebnisse erzielen kann.

Aber soll ich Ihnen etwas sagen? Mein Weg zu dieser Erkenntnis war lang und hat mich viele Nerven gekostet. Aber letzten Endes hat es sich wirklich gelohnt. Da mein Weg dorthin sehr viel Text bedeutet, werde ich diesen in zwei Portionen aufteilen, damit Sie sich durch keine Textflut durchkämpfen müssen.

Vielleicht ist es für den Einen oder Anderen interessant, meinen persönlichen Weg zum überzeugten B2B-Facebook-Nutzer zu verfolgen – auch wenn nicht alles so bierernst zu nehmen ist:

  1. Eines Morgens kam ich in die Agentur und habe festgestellt, dass ALLE in Facebook waren und das normale Leben scheinbar nur noch über Facebook möglich ist. Einladungen zu Parties und Festivitäten, auch bei mir im Freundeskreis, liefen nur noch über dieses Netzwerk und hatten die Sammel-SMS abgelöst. Augenscheinlich positiver Nebeneffekt war, dass mein Handy nicht mehr so oft klingelte. Offensichtlich negativer Nebeneffekt aber war, dass meine Freunde mich gar nicht mehr anriefen. Tummeln sich denn alle auf Facebook? Am Anfang hatte ich das ungute Gefühl, dass wenn man nicht bei Facebook ist, nicht mehr eingeladen wird und man irgendwie nicht mehr in dieser Welt ist. Abends habe ich mich gegen ein erzwungenes, virtuelles Ableben entschieden und mich bei Facebook angemeldet. Heute weiss ich, dass das Quatsch ist. Privatleben geht sehr gut ohne Facebook. Aber die geschäftlichen Vorteile, die man mit einer Präsenz bei Facebook erreichen kann, sind eben jetzt auch nicht mehr wegzudiskutieren!

  2. Am nächsten Tag kam ich zu spät in die Agentur, da ich die ganze Nacht vor dem Rechner hing und auf Facebook unterwegs war. Die Dauerfragestellungen „Was mache ich hier eigentlich?“ und „Nee, der/die ist auch hier?“ gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Innerhalb von 2 Stunden hatte ich doch tatsächlich 100 „Freunde“!

  3. Nach geraumer Zeit erhielt ich die klare Ansage meiner Mitarbeiter:
    „Herr Saiko, wir brauchen nun eine Facebook-Unternehmensseite. Über Facebook können wir neue Kunden finden.“
    Spontane Reaktion meinerseites:
    „Ja, und die Erde ist eine Scheibe!“.
    Aber trotzdem stellte ich klar, dass ich mich prinzipiell nicht gegen neue Kunden wehren würde. Und außerdem bin ich ja auch schon privat auf Facebook. Und Zack – ging die Unternehmensseite der ideen.manufaktur Bochum auf Facebook online.
    „Sehen Sie, Herr Saiko, so schnell geht das!“

  4. Regelmäßige interessante Informationen in „Post-Form“ sind für eine sinnvolle Nutzung des Portals Facebook obligatorisch.
    „Es gibt nichts Schlimmeres als keine neuen Posts oder langweilige Themen!“, so meine Mitarbeiter.
    „Der Tod ist Nichts zu posten!“

    Also sind langweilige Posts zwar übel, aber nicht so schlimm wie gar nichts zu posten? Alte Posts zu wiederholen ist eine valide Alternative zur Generierung eines neuen Posts? Ganz ehrlich, ich fand diese Fragen berechtigt. Mir gegenüber saßen augenrollende und kopfschüttelnde „digital natives“, die mit dieser Technik großgeworden sind! Bislang hatte ich mich nicht von der technischen Evolution abgehängt gefühlt! So langsam kam ich aber an meine Grenzen. Ich wollte doch kontrollieren, was ich an Information aus meinem Hause gebe! Ich wollte doch nicht IRGENDWAS posten nur um etwas zu posten… Katzenvideos vielleicht? Nur damit unsere Facebook-Seite aktuell sei? Ich wollte Sinnvolles und Weiterbringendes für meine Kunden auf meiner Seite zur Verfügung stellen. Vielleicht Einblicke in den Agenturalltag gewähren? Aber Katzenvideos? Nun wirklich nicht! Dieser Termin drohte zu eskalieren. Ich kam mir provoziert und unverstanden vor! Bis ich die beschwichtigenden Gesichter meiner Kollegen vor mir sah und die präzise und klare Aussage hörte:

    „Natürlich müssen wir Sinnvolles posten um zielführend zu werben. Diese Aktivität ist nichts anderes als Werbung. Darum müssen wir einen weichen Redaktionsplan festlegen, der es zulässt, auf aktuelles Zeitgeschehen und Branchenrelevantes zu reagieren.“.

    Am nächsten Tag hatten wir einen lückenlosen Redaktionsplan mit Freiräumen für Lustiges aus der Branche und Einblick in die Agentur! Frau Meise, meine Kollegin und Social Media-Expertin, hatte alles genau so bedacht, wie ich es wollte! Ich war beruhigt, denn ich sah unsere Standards und die Güte unseres Hauses repräsentiert. Nun folgte mein persönliches Waterloo… das Texte schreiben für Social Media-Kanäle…

  5. „Nein, Herr Saiko, das können Sie so nicht schreiben!“
    „Und warum nicht?“
    „Sie Siezen die Leser!“
    „Ja, ich sieze Sie ja auch! Und ich sieze auch meine Kunden!“
    „Ja, aber auf Facebook will keiner gesiezt werden. Wir sind in einem coolen Social-Media Kanal! Da will man geduzt werden!“
    „Auch unsere Kunden?“
    „Auch unsere Kunden!“

    Tja, so ist das auf Facebook. Ich mochte das Gefühl nicht, alle Welt zu duzen. Aber wenn das nun mal die Umgangsform ist… dann folge auch ich ihr! In Terminen und im direkten Kundenkontakt siezen wir unsere Kunden selbstverständlich. Aber im Universum von Facebook schafft das allgemeine DU eben Nähe und Zugehörigkeit. Menschen lesen eher die Inhalte mit einer juvenileren Ansprache als hochoffizielle Ansprachen. Auswertungen und Tests bestätigten diese Ausführungen. Also gab ich den Widerstand auf und verfasste meine Facebook-Texte in Du-Form. Was zuerst ganz gegen meine Natur ging…

Im zweiten Teil meiner Wegbeschreibung geht es mit der Geschichte, wie ich die Angst vor Facebook-Marketing verlor, weiter…

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